Artenvielfalt: JA! Kükenvielfalt: NEIN?

Nun ist es amtlich: Das aktuelle Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gewährt weiterhin auf unbestimmte Zeit das massenhafte Kükentöten. 

Die männlichen Küken werden auf ihr „Recht zu leben“ (Tierschutzgesetz §1) vertröstet. Sie müssen noch warten bis Alternativmethoden entwickelt und neue technische Verfahren marktreif sind, bis die Politik ein Ausstiegsdatum für Kükentöten festsetzt und bis der Konsument bereit ist, Alternativmethoden mit einem höheren Eierpreis zu subventionieren. Was passiert dann?

Ein Blick in die Zukunft aus unserer Perspektive:

Viele setzen auf die zukünftige Lösung mittels Geschlechtererkennung im Ei, eine sogenannte Früh-Selektion. Mit dieser Methode werden statt männlichen Küken, männliche Eier (ca. 45 Millionen Eier im Jahr in Deutschland!) nach der Geschlechterbestimmung am 9. Brut-Tag ausselektiert, die ebenfalls entsorgt werden müssen. Der Zeitpunkt des Schmerzempfindens eines Tierembryonen ist noch umstritten, Tierschützer behaupten nach 3 bis 7 Tagen, Wissenschaftler nach 11 Tagen.

Für uns macht es ethisch betrachtet keinen großen Unterschied, ob männliche Küken nach dem Schlüpfen oder vor dem Schlüpfen getötet werden. Auch das Thema der Ausbeutung von Hochleistungs-Legehennen mit ihrer Anfälligkeit für Krankheiten und ihren kurzen Lebenszeiten bleibt damit bestehen.

Mag die konventionelle Hühnerhaltung auf diese Lösung hoffen und die Struktur der Großkonzerne weiterhin unterstützen und stärken.

Für uns kommt dieser Lösungsweg allerdings nicht in Frage, da wir der Meinung sind, dass dieser nicht mit einem nachhaltigen, ökologischen Gedanken vereinbar ist.

Wir legen Wert darauf, mit kleinen familiengeführten Partnerunternehmen zusammenzuarbeiten, die sich ebenso engagiert für eine ökologische Geflügelzucht und -haltung einsetzen. So können wir gegenseitig einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Förderung von kleinen Strukturen leisten.   

 

Für einen nötigen Systemwechsel in der Geflügelhaltung sehen wir als Lösung das „Zweinutzungshuhn“. Eine Rasse, die sowohl Eier als auch Fleisch in brauchbaren Mengen produziert, gesundheitlich resistenter ist und mit einheimischem, für sie verträglichem Futtermittel versorgt werden kann. Sojaimporte aus dem Ausland werden überflüssig. 
Das Zweinutzungshuhn liefert zwar nicht die gleichen Ergebnisse wie die Hochleistungshühner, aber man schafft dafür eine artgerechte Lebensperspektive sowohl für Hennen als auch für Hähne. Eine ganzheitliche und ethisch vertretbare Lösung für Tier und Mensch. 

Deshalb warten wir nicht bis Politik und Lobbyisten eine Entscheidung fällen, sondern handeln jetzt selbstverantwortlich. Für uns gibt es nur eine Lösung, die „Kükenvielfalt“ garantiert. Unsere Neuausrichtung gilt dem Zweinutzungshuhn, dem Huhn der Zukunft. Wir freuen uns über Kunden, die diesen Weg ebenfalls unterstützen und mitgehen.

 

Mehr über unsere Meinung zum Thema Kükentöten können Sie hier weiterlesen. 

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